| Hersteller | Voigtländer, Braunschweig |
| Typ | Voigtländer Brillant V6 (drittes Modell) |
| Kameratyp | zweiäugige Spiegelreflexkamera |
| Filmtyp | 6 x 6 cm, Rollfilm |
| Baujahr | 1940 - 1951 |
| Optik | Anastigmat Voigtar 1:3,5/75 mm |
| Verschluss | Compur - Rapid (1" - 1/500 und "B/T") |
| Belichtungsmessung | Aufsteckbarer Belichtungsmesser |
| Fokussierung | Manuell, 0,95 m - ∞ |
| Blitzanschluss | ohne |
Die Voigtländer
Brillant V6 Voigtar 3,5 ist eine zweiäugige Spiegel- reflex Kamera
aus Bakelit mit faltbarem Metall Lichtschacht. Die Brillant gab es ab 1932
in verschiedenen Ausführungen betreffend Objektiv und Verschluss. Es
gab sie auch mit Metallgehäuse und mit oder ohne Seitenfach. Die hier
gezeigte Kamera hat einen sehr schnellen Verschluss und ein lichtstarkes
Objektiv, sie stammt aus der dritten Serie des Types V6 und wurde gefertigt
vor 1949. Die Brillant besaß einen Brillantsucher in der Größe
40 x 40 mm mit Einblick von oben in einem Abstand von 250 mm. Für schnelle
Aufnahmen, verfügt die Kamera noch über einen Rahmensucher, diesen
können Sie in dem Werbebild unten erkennen. Eine Scharf- stellhilfe
ist in die Brillant V6 nicht eingebaut. Das Sucherobjektiv kann nicht verstellt
werden und bildet das Motiv immer scharf ab. So muss der Abstand geschätzt
werden, Hilfen sind dafür im Sucher eingebaut. Am Sucher ist zudem
eine Schärfentiefentabelle angebracht. Wie alle zweiäugigen Spiegelreflex
Kameras ist auch hier das Sucherbild seitenverkehrt aber sehr klar und hell.
Für die Belichtungsmessung besass die Brillant V6 einen aufsteckbaren
optischen Belichtungsmesser. Die Brillant war eine Massenkamera, die nicht
mit einer Rolleiflex zu vergleichen ist.
Links können Sie schön das große Seitenfach an der Seite
der Kamera erkennen. Oben ist der optische Belichtungsmesser, unten ein
Gelbfilter zu sehen. Auf der seitlichen Lichtschachtabdeckung die Schärfentiefentabelle.
Im Bild ganz unten links ein Blick auf die Frontplatte der Kamera mit Verschluss
und Optik. Gut zu erkennen ist der auf das Sucherobjektiv aufgesteckte optische
Belichtungsmesser.
©
Text und Bilder von Dirk Böhling
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